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Besuch in der Kinderkiste

(v. L.) Maria Eißing (Leiterin der Kinderkiste), Hermann Bierbaum (Vorsitzender der Eltern-initiative), Renate Lemm (Vorsitzende des SPD Ortsvereins Ochtrup), Norbert Klapper (Kreisvorsitzender des Paritätischen), Kai Hutzenlaub (Bewerber um das Amt des Bürgermeisters).

Die „Kinderkiste“ an der Kuhweide eigne sich besonders gut, den Paritätischen, der in Ochtrup mit sehr unterschiedlichen Einrichtungen vertreten sei, vorzustellen, erklärte Norbert Klapper, Kreisvorsitzender des Wohlfahrtsverbandes anlässlich des Besuches einer aus Renate Lemm und Kai Hutzenlaub bestehenden Abordnung der SPD Ochtrup in der Kindertagesstätte. Der Verband, der konfessionell ungebunden und partei-politisch neutral sei, verfolge die Ziele Toleranz, Offenheit und Vielfalt. „Wir sind aber keineswegs politisch neutral, sondern in ständigem Kontakt sowohl mit den politischen Parteien auf allen Ebenen, als auch mit den Leitungen der Kommunalverwaltungen,“ stellte Norbert Klapper klar.Das geschehe einerseits, weil die einzelnen zum Verband gehörenden Einrichtungen meistens nicht über die für das Knüpfen und die Pflege dieser wichtigen Kontakte erforderlichen Ressourcen verfügen und andererseits, weil der Dialog mit diesen Entscheidungsträgern unverzichtbar sei.Die Toleranz komme insbesondere in einem Kindergarten dadurch zum Ausdruck, dass alle dort vertretenen Religionen gleichermaßen gewürdigt und bei der Verfolgung des Bildungsauftrags behandelt werden, zum Beispiel was die Inhalte der Feiertage anbelange. So werde das Interesse der Kindergartenkinder füreinander geweckt und das Verständnis für bis dahin fremde Kulturen und Lebensformen gestärkt. Offenheit werde im Verband gelebt, indem man sich neuen Trends nicht verschließe oder durch ein enges Korsett gar verhindere. Das werde auch dadurch gewährleistet, dass die einzelnen Einrichtungen durch ihre Zugehörigkeit zum Verband sogar ihre juristische und wirtschaftliche Selbständigkeit in vollem Umfang behalte und auch in die praktische Arbeit in keiner Weise hineingeredet werde. Eine Elterninitiative wie die „Kinderkiste e. V.“ sei Beispiel für Vielfalt bei der Gestaltung von Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Neben das DRK und der Arbeiterwohlfahrt, den kirchlichen und kommunalen Träger einer solchen Einrichtung, seien in den 70er Jahren vermehrt Elterninitiativen getreten, die sich unter dem Dach des Paritätischen versammelt hätten. Elterninitiativen zeichneten sich durch ein starkes Gestaltungsrecht der Eltern aus, denn sie allein sind es, die die Einrichtungen tragen. „Eltern, die diese Mitgestaltung und im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch die Mitwirkung bei praktischen Dingen möchten, sind bei uns richtig,“ so Hermann Bierbaum, Vorsitzender der Elterninitiative.

Fragen von Renate Lemm und Kai Hutzenlaub nach organisatorischen Details wie Öffnungs- und Buchungszeiten, die Personalsituation sowie Auswirkungen des 2008 in Kraft getretenen Kinder-Bildungsgesetzes, beantwortete Maria Eißing, Leiterin der Einrichtung.

 



 
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